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Information über die Farbenblindheit oder
warum ist es wichtig Farbenblindheit zu
korrigieren?
Die Welt nimmt
man mit seinen fünf Sinnen wahr. Von diesen
fünf werden die meisten Informationen durch
das Sehen aufgenommen. Bei den modernen
Menschen wird die Informationsvermittlung
der Sinnesorganen so gestalten: Sehen 90%,
Hören 5%, Tasten 2%, Schmecken 2%. Es ist
deshalb nicht egal, ob man die Möglichkeiten
des Sehens maximal ausnützen kann. Das ist
für den Patienten sehr wichtig zu wissen!
In den Industrieländern sind 8% der Männer
und 0,5% der Frauen farbenblind (d.h. für
Ungarn 400 000; in West-Europa, in den Vereinigten
Staaten und in Japan leben insgesamt 32,6
Millionen farbenblinde Menschen.
A. Ein normaler Farbseher kann
mehrere Millionen Farben voneinander unterscheiden,
ein Farbuntüchtiger nur ein paar Tausend
oder auch nur ein paar hundert. Deshalb
befindet sich der Farbuntüchtige auf allen
Gebiet des Lebens im Verhältnis zum normalen
Farbseher im Nachteil.
B. Bei mehr als 100 Berufen bedeutet
die Farbenblindheit einen großen Nachteil
(bzw. sind die betroffenen Personen davon
ausgeschlossen) z. B.: Arzt, Zahnarzt,
Zahntechniker, Frisur, Kosmetikerin, Maler
(Anstreicher), Schaufensterdekorateur,
Mitarbeiter einer Farbenfabrik, Arzneimittelherstellung,
Nahrungsmittelindustrie usw.
C. In der Kindheit wirkt sich die
Farbenblindheit besonders ungünstig aus,
denn in diesem Alter spielen Farben eine
große Rolle beim Lernen und der Selbstbeurteilung.
D. Im Straßenverkehr stellen die
Farbenblinden sowohl für sich selbst,
als auch für andere eine Gefahr dar. Die
normalen Farbenseher sehen die Ampeln
und Bremslichter von weitem, im Gegensatz
zu den Farbenblinden besonders viele Unfälle
ereignen sich mit Farbenblinden an Bahnübergängen,
denn sie haben die roten Blinklichter
nicht bemerkt.
E. Auf allen Gebieten des Lebens
trifft man auf farbenkodierte Informationen.
Es ist deshalb sehr wichtig Farben richtig
zu erkennen und voneinander unterscheiden
zu können. Hier kann der Farbsehtest und
das Korrektursystem von Colorlite eine
große Hilfe darstellen.
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Wissenschaftlicher Hintergrund zu den Produkten
der Farbsehensdiagnostik und der Korrektur
von Colorlite GmbH.
Das
menschliche Farbsehen
Das menschliche
Farbsehen ist fähig mehrere Millionen Farbtöne
zu unterscheiden. In unseren Augen befinden
sich mehr als 6 Millionen Sinneszellen,
die so genannten Zapfen, mit deren Hilfe
die Lichtstrahlen einer Wellenlänge von
ca. etwa 380-780 nm als Sinneseindruck wahrgenommen
werden. . In den Zapfen sind drei verschiedene
Sehsubstanzen vorhanden, die je nach Wellenlänge
des einfallenden Lichts in unterschiedlicher
Weise gereizt werden und zu verschiedenen
Farbempfindungen im Gehirn führen. So entstehen
drei Gruppen von Zapfen, mit Namen e Protos,
Deuteros, Tritos d. h. L, M und S Zapfen.
Sie nehmen die langen (Long), mittleren
(Middle) und kurzen (Short) Wellendes einfallenden
Lichts wahr und lassen so im Gehirn die
Farben Rot, Grün und Blau entstehen. Das
nächste Bild zeigt die Empfindsamkeit der
Farbsinneszellen gemäß der Wellenlänge.
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1.
Abb. Die Empfindsamkeit der Farbsinneszellen
des normalen Farbsehens gemäß der
Wellenlänge
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Die
vererbte Farbenblindheit
Unser Farbsehen
wird grundsätzlich von zwei Fähigkeiten
bestimmt. Die Farbenidentifikation, d.h.
ob wir fähig sind die Farben richtig zu
erkennen und die Farbendiskrimination, d.
h. ob wir fähig sind die unterschiedlichen
Farben voneinander unterscheiden. Das Farbsehen
der Farbenblinden weicht vom Farbsehen der
anderen Menschen ab, d. h. ein oder mehrere
Zapfen im Auge besitzen keine oder nur noch
eine geringe Empfindsamkeit. Die Folge davon
ist, daß das Farbunterscheidungsvermögen
der Farbenblinden für die Farbenidentifikation
und Farbendiskrimination wesentlich schlechter
ist, als bei den normalen Farbsehern. Prinzipiell
kann man unter den verschiedenen Farbsinnesstörungen
folgende Typen unterscheiden: die häufigste
ist Anomalie der Protos und Deuteros Zapfen
(Protanomália, Protanópia, Deuteranomália,
Deuteranópia), seltener ist eine Störung
der Tritos Zapfen (Tritanopie) Es passiert
selten, daß nur ein Typ, alle drei Typen
oder nur die für das Sehen in der Nacht
verantwortlichen Zapfen krank sind (Achromazie).
Die Protan- und Deutanstörungen werden an
die X-Chromosom gebunden vererbt. Frauen
haben im Gegensatz zu den Männern immer
zwei X-Chromosomen. Die Männer haben nur
ein X-Chromosom. Wenn dieses X- Chromosom
aber nicht alle Informationen enthält, so
ist dort die Ursache für die Farbenblindheit
zu suchen Bei den Frauen, die zwei X - Chromosomen
besitzen, passiert es faktisch nie, daß
keines von beiden das Gen für das Farbsehen
nicht enthält.
Damit ist es zu erklären, dass Männer in
einer wesentlich größeren Zahl von Farbenblindheit
betroffen sind: 8%-Prozent der männlichen
und 0.4-0.5% der weiblichen Bevölkerung
in Europa sind rot-grün-farbenblind. Die
vererbte Tritanopie ist äußerst selten,
sie kommt nur bei 0,05% der Bevölkerung
vor.
Bisher nahm man an, daß der Grund für die
Farbenblindheit darin liegt, dass das Wahrnehmungsvermögen
der nicht funktionierenden Sinneszelle reduziert
ist, aber nach den neuen wissenschaftlichen
Erkenntnissen man nimmt an, dass der empfindsame
Bereich der nicht funktionierenden Sinneszelle
nur verschoben ist.
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Erworbene
Farbsinnesstörungen
Die erworbenen
Farbsehstörungen können nur schwer kategorisiert
werden, da sie in sehr viele Formen vorkommen
können. Sie sind im Allgemeinen durch eine
Verletzung entstanden und können deshalb
auch gut behandelt werden.. Die erworbenen
Farbsehstörungen können auch ungewollte
Nebenwirkung von gewissen Medikamenten sein
und sind daher Symptome von durch bestimmte
Stoffe oder Medikamente hervorgerufene Vergiftungen
bzw. Krankheiten.
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Die
Korrektur des Farbsehens von Farbenblinden
Colorlite entwirft
und stellt Gläser mit einer speziellen Beschichtung
für rot-grün Farbenblinde her. Auf der ersten
Abb. ist die Empfindsamkeit der Rezeptoren
von einem Farbenblinden mit Deutanstörung
der Wellenlänge gemäß dargestellt Die Empfindsamkeit
der nicht richtig funktionierenden Deutanzapfen
hat sich in die Richtung der Protozapfen
verschoben, was die Unterscheidung von roten,
gelben und grünen Farbtönen erschwert.
Für die Beseitigung der Störung verwenden
wir einen speziellen Filter, der eigens
dafür entworfen wurde. Die Beschichtung
muß so ausgeführt werden, dass das durch
sie hindurchgehende Lichtspektrum so verändert
wird, dass der Farbenblinde die gleichen
Reize bekommt, wie der Farbnormalsichtige.
Beim Entwurf der Beschichtung, muß darauf
geachtet werden, daß die größte Korrektur
dort stattfindet, wo sie gebraucht wird.
In unserem Bsp. hier wären das die mittleren
Wellenlängen. Die Beschichtung sollte möglichst
wenig Einfluß auf die anderen Rezeptoren
ausüben.
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2.
Abb. Die Empfindsamkeit der L, M,
S Sinneszellen bei einem Farbenblinden
mit Deutanstörung. Die Empfindsamkeit
der L und S Sinneszellen sind gleich,
aber die Empfindsamkeit der nicht
richtig funktionierenden M -Zapfen
hat sich in die Richtung der L Zapfen
verschoben.
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Auf der Abb 2.
Sieht man die Charakteristik der für den
genannten Fall geplanten Beschichtung auf
den Abb. 3 zu sehen.
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3.
Auf den Abb. 2 Sichtbare Transmision
des genannten Falles mit der Beschichtung.
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Die Abb. 4 zeigt
die Wirkung der Beschichtung auf die farbempfindsamen
Sinneszellen. Auf der Abb. ist gut zu erkennen,
dass die Wirkung der Beschichtung nicht
einwandfrei ist, aber die Kurven, die die
korrigierte Empfindsamkeit der Zapfen darstellen,
sind denen, die das Wahrnehmungsvermögen
eines Farbnormalsehenden zeigen, sehr nahe.
Zieht man in Betracht, daß die Adaptation
der Zapfen sich durch die Wirkung der Beschichtung
verändert, ( die Sensibilität der Zapfen
passt sich den reduzierten oder aber auch
der erhöhten Menge des Lichtes an) kann
man das vorhandene Ergebnis so interpretieren,
daß die Empfindsamkeit der nicht richtig
funktionierenden Zapfen sich den richtig
funktionierenden annähert.
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4.
Abb. Die Wirkung der Beschichtung
auf die farbempfindlichen Zapfen.
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Farbsehtests
und Tests für die Diagnose der Farbtüchtigkeit
Die traditionellen Farbsehtests,
wie die verschiedenen pseudo-isokromatischen
Abb. ("Punkttafel" Dvorin, Velhagen, Rabkin,
usw..), der Pamut Test, a Lantern Test,
usw. sind nur dafür geeignet festzustellen,
ob der Patient ein farbnormalsichtiger oder
rot-grün farbenblind ist. Für die Diagnose
des Grads und der Schwere der Störung ist
nur das Anomaloskop geeignet. Die modernen
Anomaloskops sind nicht nur für die Diagnose
der rot-grünen Farbblindheit geeignet, sondern
auch für die Tritanopie.
Der Colorlite Test ist leicht und schnell
durchzuführen Das ist ein den pseudoisochromatischen
Farbsehtafeln ähnlicher Farbsehtest, der
sowohl zur Bestimmung der Schwere der Farbenblindheit
geeignet ist, als auch zur Bestimmung der
Wirkung der Brillengläser mit der Beschichtung.
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