Korrektion des Farbfehlsichtigkeit Farbenblind Farbenblindheit
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© 2006
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Informationen über die Farbenblindheit

Information über die Farbenblindheit - oder Warum ist es wichtig, die Farbenblindheit zu korrigieren?
Wissenschaftlicher Hintergrund zu den Produkten der Farbsehensdiagnostik und der Korrektur von Colorlite GmbH.:

           Das menschliche Farbsehen
           Die vererbte Farbenblindheit
           Erworbene Farbsinnesstörungen
           Die Korrektur des Farbsehens von Farbenblinden
           Farbsehtests und Tests für die Diagnose der Farbtüchtigkeit


• Information über die Farbenblindheit - oder Warum ist es wichtig, die Farbenblindheit zu korrigieren?

Die Welt nimmt man mit seinen fünf Sinnen wahr. Von diesen Fünf werden die meisten Informationen durch das Sehen aufgenommen. Bei den modernen Menschen wird die Informationsübermittlung der Sinnesorgane so gestaltet: Sehen 90%, Hören 5%, Tasten 2%, Schmecken 2%. Es ist deshalb nicht egal, ob man die Möglichkeiten des Sehens maximal ausnützen kann. Das ist für den Patienten sehr wichtig zu wissen! In den Industrieländern sind 8% der Männer und 0,5% der Frauen farbenblind (d.h. für Ungarn 400 000; in West-Europa, in den Vereinigten Staaten und in Japan leben insgesamt 32,6 Millionen farbenblinde Menschen.

A. Ein normaler Farbseher kann mehrere Millionen Farben voneinander unterscheiden, ein Farbfehlsichtiger nur ein paar Tausend oder auch nur ein paar Hundert. Deshalb befindet sich der Farbfehlsichtige auf allen Gebieten des Lebens im Verhältnis zum normalen Farbseher im Nachteil.

B. Bei mehr als 100 Berufen bedeutet die Farbenblindheit einen großen Nachteil bzw. sind die betroffenen Personen nicht dafür geeignet z. B.: Arzt, Zahnarzt, Zahntechniker, Friseur, Kosmetikerin, Maler (Anstreicher), Schaufensterdekorateur, Mitarbeiter einer Farbenfabrik, Arzneimittelherstellung, Nahrungsmittelindustrie usw.

C. In der Kindheit wirkt sich die Farbenblindheit besonders ungünstig aus, denn in diesem Alter spielen Farben eine große Rolle beim Lernen und bei der Selbstbeurteilung.

D. Im Straßenverkehr stellen die Farbenblinden sowohl für sich selbst, als auch für andere eine Gefahr dar. Die normalen Farbenseher sehen die Ampeln und Bremslichter von weitem, im Gegensatz zu den Farbenblinden besonders viele Unfälle ereignen sich mit Farbenblinden an Bahnübergängen, denn sie haben die roten Blinklichter nicht bemerkt.

E. Auf allen Gebieten des Lebens trifft man auf farbenkodierte Informationen. Es ist deshalb sehr wichtig, Farben richtig zu erkennen und voneinander unterscheiden zu können. Hier kann der Farbsehtest und das Korrektursystem von Colorlite eine große Hilfe sein.

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• Wissenschaftlicher Hintergrund zu den Produkten der Farbsehensdiagnostik und der Korrektur von Colorlite GmbH.

Das menschliche Farbsehen

Das menschliche Farbsehen ist fähig mehrere Millionen Farbtöne zu unterscheiden. In unseren Augen befinden sich mehr als 6 Millionen Sinneszellen, die so genannten Zapfen, mit deren Hilfe die Lichtstrahlen einer Wellenlänge von ca. etwa 380-780 nm als Sinneseindruck wahrgenommen werden. . In den Zapfen sind drei verschiedene Sehsubstanzen vorhanden, die je nach Wellenlänge des einfallenden Lichts in unterschiedlicher Weise gereizt werden und zu verschiedenen Farbempfindungen im Gehirn führen. So entstehen drei Gruppen von Zapfen, mit Namen e Protos, Deuteros, Tritos d. h. L, M und S Zapfen. Sie nehmen die langen (Long), mittleren (Middle) und kurzen (Short) Wellendes einfallenden Lichts wahr und lassen so im Gehirn die Farben Rot, Grün und Blau entstehen. Das nächste Bild zeigt die Empfindsamkeit der Farbsinneszellen gemäß der Wellenlänge.

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1. Abb. Die Empfindlichkeit der Farbsinneszellen des normalen Farbsehens gemäß der Wellenlänge (Nach Stockman und Sharpe)


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Die vererbte Farbenblindheit

Unser Farbsehen wird grundsätzlich von zwei Fähigkeiten bestimmt. Die Farbenidentifikation, d.h. ob wir fähig sind die Farben richtig zu erkennen und die Farbendiskrimination, d. h. ob wir fähig sind die unterschiedlichen Farben voneinander unterscheiden. Das Farbsehen der Farbenblinden weicht vom Farbsehen der anderen Menschen ab, d. h. ein oder mehrere Zapfen im Auge besitzen keine oder nur noch eine geringe Empfindsamkeit. Die Folge davon ist, daß das Farbunterscheidungsvermögen der Farbenblinden für die Farbenidentifikation und Farbendiskrimination wesentlich schlechter ist, als bei den normalen Farbsehern. Prinzipiell kann man unter den verschiedenen Farbsinnesstörungen folgende Typen unterscheiden: die häufigste ist Anomalie der Protos und Deuteros Zapfen (Protanomália, Protanópia, Deuteranomália, Deuteranópia), seltener ist eine Störung der Tritos Zapfen (Tritanopie) Es passiert selten, daß nur ein Typ, alle drei Typen oder nur die für das Sehen in der Nacht verantwortlichen Zapfen krank sind (Achromazie).
Die Protan- und Deutanstörungen werden an die X-Chromosom gebunden vererbt. Frauen haben im Gegensatz zu den Männern immer zwei X-Chromosomen. Die Männer haben nur ein X-Chromosom. Wenn dieses X- Chromosom aber nicht alle Informationen enthält, so ist dort die Ursache für die Farbenblindheit zu suchen Bei den Frauen, die zwei X - Chromosomen besitzen, passiert es faktisch nie, daß keines von beiden das Gen für das Farbsehen nicht enthält.
Damit ist es zu erklären, dass Männer in einer wesentlich größeren Zahl von Farbenblindheit betroffen sind: 8%-Prozent der männlichen und 0.4-0.5% der weiblichen Bevölkerung in Europa sind rot-grün-farbenblind. Die vererbte Tritanopie ist äußerst selten, sie kommt nur bei 0,05% der Bevölkerung vor.
Bisher nahm man an, daß der Grund für die Farbenblindheit darin liegt, dass das Wahrnehmungsvermögen der nicht funktionierenden Sinneszelle reduziert ist, aber nach den neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen man nimmt an, dass der empfindsame Bereich der nicht funktionierenden Sinneszelle nur verschoben ist.



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Erworbene Farbsinnesstörungen

Die erworbenen Farbsehstörungen können nur schwer kategorisiert werden, da sie in sehr viele Formen vorkommen können. Sie sind im Allgemeinen durch eine Verletzung entstanden und können deshalb auch gut behandelt werden.. Die erworbenen Farbsehstörungen können auch ungewollte Nebenwirkung von gewissen Medikamenten sein und sind daher Symptome von durch bestimmte Stoffe oder Medikamente hervorgerufene Vergiftungen bzw. Krankheiten.


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Die Korrektur des Farbsehens von Farbenblinden

Colorlite entwirft und stellt Gläser mit einer speziellen Beschichtung für rot-grün Farbenblinde her. Auf der ersten Abb. ist die Empfindsamkeit der Rezeptoren von einem Farbenblinden mit Deutanstörung der Wellenlänge gemäß dargestellt Die Empfindsamkeit der nicht richtig funktionierenden Deutanzapfen hat sich in die Richtung der Protozapfen verschoben, was die Unterscheidung von roten, gelben und grünen Farbtönen erschwert.
Für die Beseitigung der Störung verwenden wir einen speziellen Filter, der eigens dafür entworfen wurde. Die Beschichtung muß so ausgeführt werden, dass das durch sie hindurchgehende Lichtspektrum so verändert wird, dass der Farbenblinde die gleichen Reize bekommt, wie der Farbnormalsichtige. Beim Entwurf der Beschichtung, muß darauf geachtet werden, daß die größte Korrektur dort stattfindet, wo sie gebraucht wird. In unserem Bsp. hier wären das die mittleren Wellenlängen. Die Beschichtung sollte möglichst wenig Einfluß auf die anderen Rezeptoren ausüben.


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2. Abb. Die Empfindsamkeit der L, M, S Sinneszellen bei einem Farbenblinden mit Protanstörung. Die Empfindlichkeit der M und S Sinneszellen sind gleich, aber die Empfindlichkeit der nicht richtig funktionierenden L -Zapfen hat sich in die Richtung der M Zapfen verschoben.



Auf der Abb 2. Sieht man die Charakteristik der für den genannten Fall geplanten Beschichtung auf den Abb. 3 zu sehen.

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3. Auf den Abb. 2 Sichtbare Transmision des genannten Falles mit der Beschichtung.



Die Abb. 4 zeigt die Wirkung der Beschichtung auf die farbempfindsamen Sinneszellen. Auf der Abb. ist gut zu erkennen, dass die Wirkung der Beschichtung nicht einwandfrei ist, aber die Kurven, die die korrigierte Empfindsamkeit der Zapfen darstellen, sind denen, die das Wahrnehmungsvermögen eines Farbnormalsehenden zeigen, sehr nahe. Zieht man in Betracht, daß die Adaptation der Zapfen sich durch die Wirkung der Beschichtung verändert, ( die Sensibilität der Zapfen passt sich den reduzierten oder aber auch der erhöhten Menge des Lichtes an) kann man das vorhandene Ergebnis so interpretieren, daß die Empfindsamkeit der nicht richtig funktionierenden Zapfen sich den richtig funktionierenden annähert.

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4. Abb. Die Wirkung der Beschichtung auf die farbempfindlichen Zapfen.

 


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Farbsehtests und Tests für die Diagnose der Farbtüchtigkeit

Die traditionellen Farbsehtests, wie die verschiedenen pseudo-isokromatischen Abb. ("Punkttafel" Dvorin, Velhagen, Rabkin, usw..), der Pamut Test, a Lantern Test, usw. sind nur dafür geeignet festzustellen, ob der Patient ein farbnormalsichtiger oder rot-grün farbenblind ist. Für die Diagnose des Grads und der Schwere der Störung ist nur das Anomaloskop geeignet. Die modernen Anomaloskops sind nicht nur für die Diagnose der rot-grünen Farbblindheit geeignet, sondern auch für die Tritanopie.
Der Colorlite Test ist leicht und schnell durchzuführen Das ist ein den pseudoisochromatischen Farbsehtafeln ähnlicher Farbsehtest, der sowohl zur Bestimmung der Schwere der Farbenblindheit geeignet ist, als auch zur Bestimmung der Wirkung der Brillengläser mit der Beschichtung.


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